Die Kettenbrücke

Die Kettenbrücke oder Széchenyi lánchíd, wie sie in der Heimatsprache der Ungarn genannt wird, ist das wohl berühmteste Bauwerk von Budapest. Die Brücke verbindet die ehemaligen Städte Buda und Pest miteinander und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Wer also eine Städtereise nach Budapest plant, muss einmal über diese prachtvolle Brücke gelaufen sein. Sie ist sehr zentral gelegen und führt direkt zum Budaer Burgberg, der mit einer der ebenfalls sehr bekannten Stadtseilbahn oder auch gut zu Fuss erklommen werden kann.

Geschichte der Kettenbrücke

Die Kettenbrücke ist die älteste der 9 Budapester Brücken und wurde zwischen 1839 und 1849 erbaut. Initiator des Baus war der Reformer Graf István Széchenyi, nach dem die Brücke dann später auch benannt wurde. Einer Legende nach initiierte der Graf den Bau der ersten Brücke über die Donau, damit er seine Freundin auf der anderen Seite öfter besuchen kann, denn das ging vorher nur im Winter, wenn die Donau komplett gefroren war. Die Kettenbrücke war zu seiner Zeit ein sehr wichtiges Bauwerk für das Land, da sie zu einer der wichtigsten Handelsrouten Ungarns wurde und den Handel zwischen den beiden Donauseiten enorm erleichterte. 1915 musste die Brücke dann aufgrund des zunehmenden Auto-Verkehrs verstärkt werden, um den neuen Lasten gewachsen zu sein. Hierzu wurden vor allem Holzteile durch Stahl ersetzt und weitere Stahlelemente integriert.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Brücke, wie alle anderen Donaubrücken auch, durch die Deutsche Armee zerstört und erst 1949 wieder aufgebaut. Seither verbindet die Kettenbrücke wieder beide Teile Budapests miteinander

Architektur der Kettenbrücke

Geplant und entworfen wurde die Brücke vom Engländer William Tierney Clark. Die Umsetzung und Bauleitung übernahm dann aber sein Namensverwandter Adam Clark. Die Brücke ist insgesamt 375m lang und ca. 16m breit. Die Spannweite zwischen den beiden Türmen beträgt 202m, was sie zur seiner Zeit zur längsten Hängebrücke Europas machte. Gebaut wurde die Brücken aus Stein und Eisen und später dann weiter mit Stahl verstärkt.

Zwischen den beiden  steinernen Pfeiler sind Ketten gespannt, um die Last der Brücke zu halten. Die Ketten gaben der Brücke dann auch den umgangssprachlichen Namen Kettenbrücke.

An beiden Enden der Brücke werden die Besucher von prachtvollen steinernden Löwen begrüsst,welche über die Kettenbrücke wachen.